Medizinstudium statt Masterstudium?

Einige Studierende und Absolvent:innen denken über ein Medizinstudium nach dem Physician Assistant Bachelorstudium nach. Eine Idee die wohl nicht sehr wenige betrifft. Viele starten das PA-Studium als Medizinalternative oder erfahren während des Studiums über ihre Liebe zur Medizin und dem Verlangen Ärzt:in zu werden. Daher stellt sich die Frage: Medizinstudium statt Masterstudium?

Wer jedoch denkt junge Akademiker:innen mit medizinischer Erfahrung hätten es einfacher im Zulassungsverfahren, hat sich leider geirrt. Im Anschluss möchten wir Euch keine theoretischen Optionen zeigen, um keine falsche Hoffnungen zu wecken. Viel mehr möchten wir Euch Verfahren zeigen und den groben Ablauf erklären, bei denen wir wissen, dass PAs Erfolg hatten. Aufgrund ständiger Änderungen werden die speziellen Punktvergaben und Details nicht weiter erläutert. Mehr Informationen findest Du dazu bei Hochschulstart.

Zweitstudienbewerberverfahren

Auf dieses Verfahren „müssen“ sich alle bewerben, die bereits ein Studium abgeschlossen haben. Also auch PA-Bachelorabsolvent:innen. Für dieses Verfahren stehen jedes Jahr wenige (ca 3%) Studienplätze bereit.

Die Studienplätze werden anhand von Punkten vergeben. Wer also die meisten Studienplätze erreicht, bekommt den Studienplatz. Erst nach der Zusage wird über den Ort bzw. die Verteilung der Studierenden entschieden. Die Punktzahl setzt sich aus zwei Summanden zusammen. Zum einen die Bachelornote und zum anderen die Begründung, die durch ein persönliches Motivationsschreiben festgestellt wird.

Auch wenn es auf dem Papier so scheint als hätten hier PAs hier Chancen, können wir sagen, dass wir bislang nur zwei PAs kennen bei denen es Erfolg hatte. Ein PA mit bereits zwei Bachelorabschlüssen und eine PA, die sehr viele Forschungsarbeiten als (Co-)Autorin veröffentlicht hat, wurden angenommen.

Sehr viele PAs mit sehr guten Bachelorabschlüssen, exzellenten Arbeitszeugnissen und viel Engagement wurden reihenweise und mehrfach mit der niedrigsten Punktzahl „sonstige Gründe“ abgelehnt.

Landarztquote

Seit kurzer Zeit werden Studienplätze durch die Länder vergeben, wenn man sich im Gegenzug verpflichtet in einem Gebiet medizinischer Unterversorgung zu arbeiten. Diese Orte sind meistens Dörfer oder Gemeinden. Man verpflichtet für 10 Jahre (nach dem Facharzt!) in dem Gebiet zu arbeiten. Ein Facharzttitel kann nur als Internist:in oder in der Pädiatrie absolviert werden. Werden die Regeln gebrochen, droht eine Vertragsstrafe von 250.000€.

Auch das Landarztverfahren ist beliebt. Bei diesem Zulassungsverfahren werden drei Faktoren berücksichtigt: Abitur, TMS und Berufserfahrung. Bewerben können sich also nur Personen mit Allgemeiner Hochschulreife, zudem solltest Du einen mindestens guten NC und einen sehr guten TMS vorweisen können. Bei der Berufserfahrung wird der Physician Assistant hier berücksichtigt. Hier konnten ehemalige Physician Assistants, die bereits einen guten Schulabschluss und TMS in der Tasche hatten, im Bewerbungsgespräch überzeugen und haben einen Medizinstudienplatz bekommen.

Ausland

Der Weg ins Ausland bietet viele verschiedene Alternativen. An vielen privaten Hochschulen im osteuropäischen Raum stehen die Chancen auf ein Medizinstudium mit am besten. Allerdings werden hier schnell Studiengebühren von >800€ pro Monat fällig. Zudem ist das Studium auf Englisch.

In Österreich kann man nach erfolgreichem MedAT Test das Medizinstudium an einer öffentlichen Hochschule beginnen. Der MedAT ist jedoch sehr anspruchsvoll und für „ausländischer Bewerber:innern“, sind die Studienplätze zusätzlich begrenzt.

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