How to: Praxispartner für Euer PA-Studium finden

Ihr habt Euch für das Studium zum Physician Assistant (PA) entschieden und sucht nun einen Praxispartner für Euren praktischen Einsatz?

Wir vom PA Blog zeigen Euch, welche Wege es gibt und wie Ihr Kliniken und Praxen von Euch überzeugt.

Manche Hochschulen kooperieren fest mit Partnereinrichtungen und vermitteln den Praxisplatz direkt. Das ist aber nicht die Regel, denn für viele Einrichtungen ist das noch junge Berufsbild des Physician Assistant nach wie vor Neuland. Ob Eure Hochschule Kooperationen anbietet, prüft Ihr am besten im PA Hochschulfinder.

Drei Wege zu einem Praxispartner

1. Euer jetziger Arbeitgeber unterstützt Euch.

Arbeitet Ihr bereits in einer Klinik oder Praxis, ist das oft der einfachste Weg. Meist arbeitet Ihr mit reduzierter Stundenzahl weiter, etwa auf einer 80-Prozent-Stelle, und werdet durch Freizeitausgleich oder eine finanzielle Beteiligung unterstützt. Im Gegenzug ist üblich, dass Ihr Euch verpflichtet, nach dem Abschluss einige Jahre als PA zu bleiben.

2. Ihr bewerbt Euch auf eine ausgeschriebene PA-Studentenstelle.

Einige Einrichtungen schreiben inzwischen explizit Plätze für PA-Studierende aus. Ein regelmäßiger Blick in die einschlägigen Stellenportale lohnt sich. Hinweis: Bewerbungen hingegen auf Stellen für PA Absolventen sind nicht zu empfehlen,

3. Ihr sucht gezielt und initiativ einen Praxispartner.

Schreibt Kliniken und Praxen in Eurem Umkreis an, besonders solche, die bereits PAs beschäftigen oder dem Berufsbild offen gegenüberstehen. Wie Ihr dabei vorgeht, zeigen wir Euch weiter unten.

Tipp aus der Praxis: Sucht auch nach Häusern, die aktuell Euer jetziges Berufsbild einstellen, etwa MFA (Medizinische Fachangestellte) oder MTL (Medizinisch-technische Laboratoriumsassistent:innen). Ihr könnt dort in Teilzeit anfangen und im Gespräch ansprechen, dass Ihr PA studiert, um die Einrichtung von einer Unterstützung zu überzeugen.

So überzeugt Ihr bei der Ansprache

Die richtige Ansprechperson finden. Allgemeine Anfragen über das Kontaktformular versanden häufig. Zuständig sind je nach Haus die Chefärzt:innen der Zielabteilung, die Personalabteilung oder die ärztliche Leitung. Ein kurzer Anruf im Sekretariat spart oft Wochen.

Professionell auftreten. Achtet auf eine seriöse E-Mail-Adresse (Muster vorname.nachname), versendet Unterlagen nur als PDF beziehungsweise als hochwertige, unterschriftsfähige Scans und stellt eine konkrete Anfrage: wer Ihr seid, Hochschule und Studiengang, Zeitraum und gewünschte Fachrichtung. Verzichtet auf sichtbare Sammelmails und vage Formulierungen wie „Ich interessiere mich für ein Praktikum“.

Den Mehrwert eines PA aufzeigen. Erklärt im Gespräch, wie ein PA die Patientenversorgung verbessert und die Ärzteschaft entlastet, und arbeitet mit Belegen. Studien wie die Potenzialanalyse der Bertelsmann Stiftung beziffern die Entlastung konkret. Gut geeignet ist auch unser Informationsflyer für Chefärzt:innen.

Finanzierung klären und verhandeln

In vielen Fällen übernimmt die Einrichtung auch Eure Studiengebühren. Der Spielraum endet dort aber oft nicht: Wer überzeugt hat, kann über eine faire Vergütung während der Praxisphasen, die Übernahme von Fachliteratur und Prüfungsgebühren oder Kostenübernahme für Fortbildungen verhandeln. Haltet diese Punkte am besten schriftlich fest.

Fazit

Ob über den jetzigen Arbeitgeber, eine gezielt angeschriebene Klinik oder eine ausgeschriebene Stelle: Wer strukturiert vorgeht, professionell auftritt und den Mehrwert eines PA belegt, überzeugt nicht nur für sich selbst, sondern trägt zur weiteren Etablierung der Profession bei.

Viel Erfolg bei der Suche!

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