PA Kongress 2026 in Wuppertal: „Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?“

PA Kongress 2026

Der PA Kongress 2026 der DGPA findet am 29. und 30. Oktober 2026 in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt. Er soll interaktiver werden als je zuvor.

Nach über 900 Gästen beim Kongress in Kassel geht die Deutsche Gesellschaft für Physician Assistants (DGPA) in Wuppertal den nächsten Schritt: weg vom klassischen Frontalformat, hin zu offenem Fachdialog, neuen „Joint Sessions“ mit medizinischen Fachgesellschaften und einem klaren Fokus auf das Mitreden der Community.

Programm, Ausrichtung und das berufspolitische Momentum machen deutlich, warum in diesem Jahr kein:e PA und kein:e PA-Studierende:r fehlen sollte.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick

Der Kongress steht unter dem Motto „Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Ich bin PA. Du bist Arzt/Ärztin. Gemeinsam gestalten wir Physician Assistance.“ Inhaltlich liegen die Schwerpunkte auf praxisnahen Workshops, offenen Fachvorträgen, den neuen interprofessionellen „Joint Sessions“ und dem berufspolitischen Austausch.

Der Veranstaltungsort ist bewusst gewählt. Die Historische Stadthalle Wuppertal biete, so die DGPA, „ein absolut beeindruckendes Ambiente, das wunderbar zur Professionalisierung unseres Berufsstandes passt“. Genau dieser Anspruch, die Professionalisierung des Berufsstandes sichtbar zu machen, zieht sich in diesem Jahr durch das gesamte Konzept.

Mehr Mitreden, weniger Zuhören: das neue Kongressformat

Der spürbarste Unterschied zum letztjährigen Kongress liegt im Format. Klassische Frontalvorträge werden bewusst aufgebrochen, um mehr Raum für Dialog zu schaffen. Neben den praxisnahen Workshops setzt der Kongress 2026 stark auf offene Fachvorträge und den interaktiven Austausch mit medizinischen Fachgesellschaften.

„In diesen Runden geht es nicht nur ums Zuhören, sondern ums Mitreden“, so die DGPA, denn genau hier zähle die Stimme jedes und jeder einzelnen Teilnehmenden. So solle die zukünftige Entwicklung des Berufes gemeinsam und auf Augenhöhe gestaltet werden.

Für diesen direkten Dialog kommt in Wuppertal ein neues Format hinzu: die sogenannten Joint Sessions, in denen PAs gemeinsam mit medizinischen Fachgesellschaften auf der Bühne stehen und diskutieren. Sie sollen, ebenso wie zusätzliche Netzwerk-Gelegenheiten, mehr Platz für den fachlichen und persönlichen Austausch untereinander schaffen.

Hands-on bleibt: Workshops von Echokardiographie bis Thoraxdrainage

Bei aller Interaktivität kommen die praktischen Fertigkeiten nicht zu kurz. Das Workshop-Angebot umfasst unter anderem Echokardiographie, Nahtkurse, Gastroskopie und Resilienztraining sowie das Anlegen von zentralen Venenkathetern (ZVK) und Thoraxdrainagen.

Handfeste Skills und offener Fachdialog gehören dabei bewusst zusammen. Sie bilden ab, was den PA-Berufsalltag ausmacht: fundierte klinische Praxis im engen Zusammenspiel mit dem ärztlichen und interprofessionellen Team. Zudem werde es laut DGPA „noch einige Überraschungen geben“, die exklusiv erst auf dem Kongress veröffentlicht würden.

Warum gerade jetzt? Das Momentum des Berufsstandes

Dass der Kongress in diesem Jahr so deutlich als berufspolitische Bühne angelegt ist, hängt mit dem aktuellen Zeitpunkt zusammen. Mit rund 3.100 Physician Assistants in Deutschland (Stand Oktober 2025) wächst der Berufsstand zu einer wichtigen Säule der Versorgung heran.

„Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase der deutschen Gesundheitspolitik“, so die DGPA; die Bereitschaft, Versorgungsstrukturen neu zu denken, sei „so groß wie nie“. Das Motto spiegelt genau diesen Gestaltungswillen wider, verbunden mit dem Appell, in Wuppertal selbstbewusst aufzutreten und die Rahmenbedingungen des eigenen Arbeitsalltags aktiv mitzugestalten.

Für die Community ist das eine vertraute, aber wichtige Botschaft: Der Kongress versteht sich nicht nur als Fortbildung, sondern als gemeinsame Stimme nach außen.

Interprofessioneller Dialog und ein bekanntes Gesicht aus den sozialen Medien

Weil der PA-Beruf im Kern teambasiert ist, kommt dem Austausch mit Ärztinnen und Ärzten, der Wissenschaft und der Politik besondere Bedeutung zu. Die Joint Sessions sollen genau hier ansetzen: Andere Berufsgruppen sollen aus erster Hand erleben, dass PAs hochqualifizierte Partner:innen auf dem Weg zu einer besseren und effizienteren Patientenversorgung sind.

Ein Programmpunkt dürfte dabei über die klassische PA-Community hinaus Aufmerksamkeit erregen. Der bekannte Influencer und Rettungssanitäter Luis Teichmann, vielen besser bekannt als „5_sprechwunsch“, wird in einer Podiumsdiskussion den Einsatz von PAs in der Präklinik beleuchten. Damit rückt der Kongress ein Einsatzfeld in den Fokus, das in der Debatte um den PA-Beruf bislang seltener verhandelt wird.

Warum sich der Kongress lohnt

Der Mehrwert des Kongresses liegt auf mehreren Ebenen zugleich. Inhaltlich liefern Joint Sessions, Fachvorträge, Workshops und die exklusiven Ankündigungen frische Denkanstöße und Best Practices für Fachwissen und Praxisalltag. Zugleich hat die Veranstaltung eine berufspolitische Dimension, denn jede Teilnahme verleiht der Profession Gewicht, und Veränderungen wie rechtliche Rahmungen lassen sich nur als geschlossene Community anstoßen. Und nicht zuletzt lebt der Kongress vom persönlichen Austausch mit Kolleginnen, Kollegen, Studierenden und spannenden Persönlichkeiten aus dem ganzen Land, der Impulse und Motivation für die eigene Arbeit vor Ort gibt.

Fazit: ein Kongress, der zum Mitgestalten einlädt

Der PA Kongress 2026 in Wuppertal will mehr sein als eine Fortbildungsveranstaltung. Mit dem Wechsel vom Frontalformat zum offenen Dialog, den neuen Joint Sessions und einer bewusst berufspolitischen Ausrichtung setzt er ein Signal: Der PA-Beruf will nicht nur über sich reden lassen, sondern selbst mitreden, auf Augenhöhe mit Medizin, Wissenschaft und Politik.

Für die wachsende PA-Community ist das eine Einladung, sich einzubringen, statt nur zuzuhören.


Tickets und Workshops für den PA Kongress 2026 könnt Ihr direkt in der PA App buchen.

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