Interview mit Lisa: Studiumsfinanzierung durch Nebenjob im OP

Wie finanziert man eigentlich ein Studium?

Dafür möchten wir Euch einige Nebenjobs für PAs und Stipendien vorstellen, damit Ihr einen Einblick in die #studiumsfinanzierung bekommt. Den Anfang macht unsere Autorin Lisa mit Ihrem Nebenjob in der Allgemeinchirurgie.

Was studierst du und wo arbeitest du?
Ich studiere im 4. Semester Medizinische Assistenz Chirurgie / Physician Assistant ohne Vorausbildung und habe für ein Jahr lang (ab dem 2. Semester) in der Allgemeinchirurgie als studentische Hilfskraft gearbeitet. Vor kurzem habe ich den Job gewechselt, über den ich ein andermal berichte.


Was sind deine Aufgaben?
Gearbeitet habe ich immer an den Wochenenden und Feiertagen gemeinsam mit den Oberärzten. Zuerst habe ich mir einen Überblick über die Patienten verschafft – wer wird entlassen und braucht noch einen Arztbrief und welche Labore stehen an. Danach habe ich Blut abgenommen, mir die vorhandenen Thorax- und Wunddrainagen angeschaut und den Inhalt bewertet sowie den Allgemeinzustand der Patienten erfasst. Wenn es jemanden akut nicht gut ging, konnte ich entweder den diensthabenden Arzt oder den diensthabenden Oberarzt sofort zu den Patienten schicken. Sobald der Oberarzt auf Station war, habe ich mit ihm zusammen die Visite erledigt und dokumentiert. Durch die Visite wurden mir neue Aufgaben wie Verbandswechsel oder das Entfernen von Thorax- und Wunddrainagen zugeteilt. Selten kam es auch mal vor, dass eine OP anstand, bei der ich assistieren durfte.


Konntest du Theorie aus dem Studium anwenden?
Ja. Da ich nicht sofort im ersten Semester mit dem Nebenjob angefangen habe, konnte ich das Wissen aus dem ersten Semester und der ersten Praxisphase anwenden. Wie eine Thoraxdrainage richtig gezogen wird und wie bei Komplikationen umgegangen wird, habe ich mir aber erstmal zeigen lassen.

Konntest du praktische Fähigkeiten oder theoretisches Wissen im Studium anwenden?
Ich habe sehr viel über allgemeinchirurgische Krankheitsbilder gelernt und weiß mittlerweile auswendig wann welche Laborkontrolle notwendig ist. Dazu hat es mir sehr geholfen Drainageninhalte richtig einzuschätzen. Alles was ich während des Nebenjobs gelernt habe, hat mich sehr weit gebracht.

Würdest du diese Art von Nebenjob empfehlen?
Auf jeden Fall. Es ist zwar unfassbar anstrengend, wenn man seinen 2-monatigen Praxiseinsatz hat und dann noch zusätzlich an den Wochenenden arbeitet, aber man lernt auch unfassbar viel. Insgesamt wird man sicherer und sammelt Erfahrungen in der Patientenversorgung

Du möchtest über Dein Stipendium oder Nebenjob berichten? Schreib uns eine Mail an: info@pajobs.de

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