Physician Assistant in der Hausarztpraxis anstellen: „Man muss bereit sein, Verantwortung abzugeben“

Wer einen Physician Assistant in einer hausärztlichen Praxis einstellen möchte, beschäftigt sich meist mit vielen Fragen gleichzeitig: Welche Aufgaben kann ein PA übernehmen? Wie funktioniert die Delegation? Akzeptieren die Patientinnen und Patienten das neue Berufsbild? Und kann sich eine solche Stelle für eine Praxis überhaupt wirtschaftlich tragen? Dr. med. Marcus Ober und Dr. med. Jona Kristin Ober haben diesen Schritt gewagt. Das Ärzteehepaar führt gemeinsam eine hausärztliche Praxis in Isny im Allgäu und beschäftigt inzwischen mit Julia einen Physician Assistant. Im PA-Podcast haben die beiden offen darüber gesprochen, wie sie die Entscheidung aus ärztlicher und unternehmerischer Perspektive erlebt haben, welche Zweifel es gab und was sich durch die neue Mitarbeiterin im Praxisalltag verändert hat.

Eine moderne Hausarztpraxis im ländlichen Raum

Marcus und Jona Kristin Ober haben die bestehende Praxis vor rund drei Jahren übernommen und seitdem schrittweise weiterentwickelt. Ihr medizinisches Angebot ist breit aufgestellt. Neben der klassischen Allgemeinmedizin gehören unter anderem Sportmedizin, konservativ-orthopädische Behandlungen, Sonographie, Ergometrie, Langzeitdiagnostik, Lungenfunktionsuntersuchungen sowie arbeitsmedizinische Leistungen zum Spektrum. Die Praxis ist außerdem akademische Lehrarztpraxis und regelmäßig Anlaufstelle für Studierende sowie Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Unterschiedliche medizinische Berufsgruppen gehören deshalb selbstverständlich zum Praxisalltag.

Für das Ärzteehepaar ist diese multiprofessionelle Ausrichtung kein Selbstzweck. Sie ist vielmehr eine Antwort auf eine zentrale Herausforderung: Wie lässt sich die medizinische Versorgung in einer ländlichen Region langfristig sicherstellen? Denn auch wenn das Allgäu landschaftlich attraktiv ist, warten dort nicht jeden Tag zahlreiche Fachärztinnen und Fachärzte darauf, sich in einer Praxis anstellen zu lassen. Praxen müssen daher neue Wege gehen, ihre Personalstruktur weiterentwickeln und vorhandene Kompetenzen sinnvoller verteilen.

Von der ärztlichen Tätigkeit zum Praxisunternehmen

Mit der Übernahme einer eigenen Praxis änderte sich für Marcus und Jona Kristin Ober auch die Perspektive auf medizinische Arbeit. Als angestellte Ärztinnen und Ärzte konzentriert man sich überwiegend auf die Patientenversorgung. In der eigenen Praxis kommen Personalführung, Abrechnung, Anträge, Organisation, Investitionen und wirtschaftliche Verantwortung hinzu. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, gute Medizin zu leisten. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass Gehälter bezahlt werden können, Abläufe funktionieren und die Praxis wirtschaftlich stabil bleibt.

Die Arbeitsbelastung habe sich dadurch gefühlt vervielfacht, berichten die beiden. Gleichzeitig eröffnet die Selbstständigkeit aber auch die Möglichkeit, die Praxis aktiv nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Genau daraus entstand die Frage: Welche Aufgaben müssen tatsächlich dauerhaft durch eine Ärztin oder einen Arzt übernommen werden und an welchen Stellen könnte ein Physician Assistant sinnvoll unterstützen?

Der erste Kontakt mit dem Berufsbild PA

Marcus Ober hatte das Berufsbild bereits während eines Aufenthalts in England kennengelernt. Dort erlebte er, wie selbstverständlich Physician Assistants beispielsweise in kardiologischen Abteilungen arbeiteten und diagnostische Tätigkeiten übernahmen. Im Vergleich dazu empfand er die Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe in Deutschland häufig als deutlich hierarchischer und stärker voneinander abgegrenzt.

Die Idee, unterschiedliche Kompetenzen stärker zusammenzuführen, blieb deshalb im Hinterkopf. Durch den Austausch mit Hochschulen, den Hausärzteverband und weitere Veranstaltungen begegnete das Ärzteehepaar später erneut dem Berufsbild Physician Assistant. Die entscheidende Frage war schließlich nicht mehr, ob ein PA grundsätzlich in einer Hausarztpraxis arbeiten kann. Vielmehr ging es darum, wie ein solcher Einsatz konkret in die eigene Praxisstruktur passen könnte.

Vor der Einstellung kommt die ehrliche Rechnung

Aus Arbeitgebersicht standen zunächst zwei Fragen im Mittelpunkt: Welche Aufgaben soll der Physician Assistant übernehmen und was kostet die Stelle beziehungsweise welchen konkreten Mehrwert kann sie für die Praxis schaffen? Marcus und Jona Kristin Ober setzten sich deshalb hin und rechneten anhand ihrer eigenen Praxiszahlen durch, wie viele zusätzliche Patientinnen und Patienten versorgt werden müssten und welche ärztlichen Tätigkeiten der PA übernehmen müsste, damit sich die Stelle wirtschaftlich trägt.

Das ist aus ihrer Sicht kein Widerspruch zu einer patientenorientierten Versorgung. Eine Praxis ist zugleich ein Wirtschaftsunternehmen. Eine neue Stelle kann langfristig nur bestehen, wenn sie finanzierbar ist und einen nachvollziehbaren Nutzen für den Praxisbetrieb erzeugt. Zusätzliche Möglichkeiten ergeben sich in Baden-Württemberg durch besondere Vergütungsstrukturen innerhalb der hausarztzentrierten Versorgung. Dennoch blieb für das Ehepaar Ober die entscheidende Grundlage eine individuelle Kalkulation anhand der eigenen Scheinwerte, Abläufe und Leistungsbereiche. „Wir haben uns ganz banal hingesetzt und gerechnet: Was muss sie umsetzen und ist es realistisch, dass das funktioniert?“, erklären die beiden im Podcast.

Das Tätigkeitsprofil muss zur Praxis passen

Einen allgemeingültigen Aufgabenkatalog für Physician Assistants in Hausarztpraxen gibt es aus Sicht der beiden nicht. Jede Praxis muss zunächst ihre eigenen Strukturen kennen. Welche Medizin wird angeboten? Wo entstehen Engpässe? Welche Tätigkeiten sind standardisiert? Wo verbringen die Ärztinnen und Ärzte viel Zeit mit Aufgaben, die delegiert werden könnten? Und welche Kompetenzen bringt der konkrete PA mit?

In der Praxis Ober ergaben sich insbesondere in der Allgemeinmedizin und der Betriebsmedizin geeignete Einsatzmöglichkeiten. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen folgen häufig standardisierten Abläufen. Bestimmte diagnostische Schritte, Beratungsanteile, Laborbearbeitungen und Dokumentationsaufgaben lassen sich deshalb gut vorbereiten oder delegieren. Die PA kann zudem eigenständig zu Betrieben fahren und dort Untersuchungen durchführen, während die Ärzte weiterhin in der Praxis Patientinnen und Patienten behandeln.

Auch in der Allgemeinmedizin übernimmt Julia schrittweise eigene Aufgaben. Dazu gehören unter anderem Anamnese und körperliche Untersuchung, Unterstützung in der Akutsprechstunde, Gesundheitsuntersuchungen, Sichtung und Nachbereitung von Laborbefunden, Vorbereitung medizinischer Dokumente und Anträge, standardisierte Diagnostik sowie arbeitsmedizinische Untersuchungen und deren Nachbereitung. Bei unklaren oder auffälligen Befunden bleiben die Ärztinnen und Ärzte jederzeit ansprechbar und übernehmen die weitere Bewertung. Das Ziel ist nicht, ärztliche Verantwortung vollständig zu übertragen. Vielmehr soll die ärztliche Arbeitszeit dort eingesetzt werden, wo sie medizinisch am dringendsten benötigt wird.

Delegieren bedeutet auch, Vertrauen zu lernen

Eine der größten Herausforderungen lag für das Ehepaar Ober nicht im Erstellen eines Tätigkeitsprofils. Schwieriger war es, die eigenen Patientinnen und Patienten tatsächlich einer anderen Person anzuvertrauen. Gerade in der Hausarztmedizin bestehen oft langjährige Beziehungen. Ärztinnen und Ärzte kennen ihre Patienten, deren Familien, Krankheitsgeschichten und persönliche Hintergründe. Diese Versorgung teilweise an ein neues Teammitglied zu übergeben, verlangt Vertrauen.

Die rechtliche Verantwortung bleibt bei delegierten Tätigkeiten grundsätzlich auf ärztlicher Seite. Daher müssen Praxisinhaber genau einschätzen, welche Aufgaben sie einer konkreten Person übertragen können. „Man muss schon ein bisschen Mut mitbringen“, beschreiben es Marcus und Jona Kristin Ober. Entscheidend sei nicht allein der Studienabschluss. Ebenso wichtig seien Berufserfahrung, Persönlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, eigene Grenzen zu erkennen.

Julia brachte durch ihre vorherige Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin bereits umfangreiche praktische Erfahrung mit. Das bezeichnet das Ärzteehepaar als besonders wertvoll.

Warum eine lange Einarbeitung entscheidend ist

Die Einarbeitung wurde bewusst schrittweise gestaltet. Julia begann zunächst auf einem kleineren Stundenumfang und begleitete die Ärzte während der Sprechstunden. Dabei ging es nicht nur um medizinisches Wissen. Ebenso wichtig waren die Abläufe einer ambulanten Praxis: Wie wird dokumentiert? Wie funktioniert die Terminstruktur? Welche Befunde müssen direkt besprochen werden? Wann muss eine Ärztin oder ein Arzt hinzugezogen werden? Welche administrativen Schritte folgen nach einer Untersuchung?

Anschließend übernahm Julia zunächst Anamnese und Untersuchung einzelner Patienten. Am Ende des Termins kamen die Ärzte hinzu, besprachen den Fall gemeinsam und bestätigten das weitere Vorgehen. Mit zunehmender Sicherheit wurden die Aufgaben erweitert. Diese langsame Entwicklung war aus Sicht der Praxis für beide Seiten wichtig. Der Physician Assistant wird nicht ins kalte Wasser geworfen. Gleichzeitig können die Ärzte beobachten, wo bereits selbstständiges Arbeiten möglich ist und an welchen Stellen weitere Anleitung erforderlich bleibt.

Besonders positiv überrascht waren Marcus und Jona Kristin Ober vom medizinischen Fachwissen ihrer PA. Im Vergleich mit vielen Medizinstudierenden, die sie als Lehrarztpraxis begleiten, sei Julia fachlich bereits auf einem sehr guten Niveau gestartet. Die größere Lernaufgabe lag weniger im theoretischen Wissen als in der selbstständigen Entscheidungsfindung und in der besonderen Gesprächsführung der Allgemeinmedizin. Denn hausärztliche Anamnesen funktionieren nicht immer nach einem klaren Fragebogen. Manchmal entstehen entscheidende Informationen erst durch Smalltalk, Vertrauen und ein Gespür für das, was Patientinnen und Patienten zunächst nicht unmittelbar aussprechen.

Das Team frühzeitig mitnehmen

Nicht nur die Ärzte mussten sich mit dem neuen Berufsbild beschäftigen. Auch für die Medizinischen Fachangestellten stellte sich zunächst die Frage: Was genau macht ein Physician Assistant und welche Stellung nimmt diese Person im Team ein? Eine typische Sorge war, ob der PA den MFA hierarchisch vorgesetzt sein könnte.

In der Praxis Ober wurde deshalb offen über Aufgaben und Rollen gesprochen. Das Team erhielt die Möglichkeit, Julia beim Probearbeiten kennenzulernen und sich selbst ein Bild von ihr zu machen. Für Marcus und Jona Kristin Ober steht dabei die menschliche Passung an erster Stelle. Vieles könne fachlich gelernt und später nachjustiert werden. Wenn eine Person jedoch menschlich nicht zum bestehenden Team passe, könne dies die gesamte Zusammenarbeit belasten.

Die Praxis arbeitet bewusst mit flachen Hierarchien. Fragen, Unsicherheiten und Konflikte sollen unabhängig von der jeweiligen Berufsgruppe offen angesprochen werden können. Die Integration des Physician Assistant funktionierte dadurch nach Angaben der beiden ohne größere Probleme.

Wie akzeptieren Patienten einen Physician Assistant?

Auch bei den Patientinnen und Patienten rechneten die Ärzte zunächst mit Skepsis. Viele Menschen sind daran gewöhnt, dass nahezu jede Untersuchung durch eine Ärztin oder einen Arzt durchgeführt wird. Die Vorstellung, dass medizinische Versorgung eine Teamleistung sein kann, ist noch nicht überall etabliert.

Die Praxis entschied sich deshalb für eine aktive Kommunikation. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Wartezimmer-TV mit Foto, Qualifikation und Aufgabenbereich vorgestellt. Julia erklärt den Patienten außerdem selbst, was ein Physician Assistant ist und welche Aufgaben sie übernimmt. Während der ersten Phase kamen die Ärzte am Ende der Untersuchung hinzu und besprachen das Ergebnis gemeinsam mit Julia und den Patienten. Dadurch konnten die Patientinnen und Patienten erleben, dass die PA sorgfältig untersucht und eng mit den Ärzten zusammenarbeitet.

Das Vertrauen entwickelte sich anschließend Schritt für Schritt. Bislang habe kein Patient eine Behandlung durch Julia abgelehnt, berichten Marcus und Jona Kristin Ober. Im Gegenteil: Viele Menschen nähmen es positiv wahr, dass die Praxis zusätzliche qualifizierte Unterstützung gefunden hat und damit ihre Versorgung langfristig stabiler aufstellen kann. Entscheidend ist nach ihrer Erfahrung daher weniger das neue Berufsbild an sich als die Art, wie es erklärt und im Praxisalltag eingeführt wird.

Mehr Kapazität für die hausärztliche Versorgung

Bereits nach den ersten Monaten bemerkte die Praxis konkrete Veränderungen. Nach Einschätzung der Ärzte entstehen durch die Unterstützung ihrer PA rechnerisch Kapazitäten für etwa 250 bis 300 zusätzliche Patientinnen und Patienten. Diese Zahl ist als praxisbezogene Näherung zu verstehen, zeigt aber die Größenordnung der möglichen Entlastung.

Ein Beispiel ist die tägliche Akutsprechstunde zwischen 8 und 9 Uhr. Dort kann Julia Patientinnen und Patienten mit häufigen und zunächst unkompliziert erscheinenden Beschwerden untersuchen und vorselektieren. Entscheidend ist dabei, nicht nur eine Erkältung zu erkennen, sondern auch denjenigen Patienten herauszufiltern, bei dem möglicherweise eine Pneumonie oder eine andere ernsthafte Erkrankung vorliegt.

Auch während der regulären Sprechstunde entstehen zusätzliche Kapazitäten. Bei sechs eigenen Patiententerminen an einem Vormittag sind dies sechs Fälle, die nicht vollständig von den Praxisinhabern übernommen werden müssen. Die gewonnene Zeit kann entweder zur Entlastung genutzt werden oder dazu, weitere Patientinnen und Patienten zu versorgen. Hinzu kommen arbeitsmedizinische Außentermine, Laborbearbeitung, Briefe und weitere administrative Tätigkeiten.

Für die beiden Ärzte besteht der eigentliche Nutzen jedoch nicht allein in höheren Patientenzahlen. Das übergeordnete Ziel ist, mehr Zeit für komplexe Fälle zu gewinnen. „Sie soll uns vor allem entlasten und am Ende dazu führen, dass wir für die wirklich komplexen Patienten die Zeit haben, die wir sonst nicht hätten.“

Nicht jede Ärztin und jeder Arzt ist für dieses Modell geeignet

So positiv das Zwischenfazit ausfällt, benennen Marcus und Jona Kristin Ober auch eine zentrale Voraussetzung: Ärztinnen und Ärzte müssen bereit sein, Aufgaben tatsächlich abzugeben. Wer jede Untersuchung selbst durchführen möchte, Entscheidungen nur schwer delegieren kann oder anderen Berufsgruppen grundsätzlich wenig Handlungsspielraum geben möchte, wird mit einem Physician Assistant wahrscheinlich nicht die gewünschte Entlastung erreichen.

Denn ein PA verursacht zunächst zusätzliche Arbeit. Aufgaben müssen definiert, Abläufe erklärt und Entscheidungen regelmäßig nachbesprochen werden. Erst mit zunehmender Erfahrung entsteht selbstständiges Arbeiten und damit eine tatsächliche Entlastung. Die Beschäftigung eines PA ist deshalb kein kurzfristiger Personaltrick, sondern eine Entwicklungsaufgabe für die gesamte Praxis.

Marcus und Jona Kristin Ober würden diesen Weg dennoch jederzeit wieder gehen. Sie denken perspektivisch sogar darüber nach, weitere PA-Kapazitäten aufzubauen. Für sie liegt die Zukunft der ambulanten Versorgung im multiprofessionellen Team aus Ärztinnen und Ärzten, Medizinischen Fachangestellten, VERAH, NäPA, Physician Assistants und weiteren qualifizierten Gesundheitsberufen.

Fazit: PA anstellen beginnt mit der eigenen Praxisstruktur

Die Erfahrungen aus Isny zeigen, dass Physician Assistants eine Hausarztpraxis medizinisch, organisatorisch und perspektivisch auch wirtschaftlich stärken können. Eine erfolgreiche Einstellung beginnt jedoch nicht mit einer allgemeinen Tätigkeitsliste, sondern mit einer ehrlichen Analyse der eigenen Praxis. Wo entstehen heute Engpässe? Welche Tätigkeiten lassen sich sinnvoll delegieren? Welche Aufgaben schaffen tatsächlich ärztliche Kapazität? Welche Umsätze oder Entlastungseffekte müssen erzielt werden? Wie wird die Einarbeitung organisiert? Passt die Person menschlich zum bestehenden Team? Und sind die Praxisinhaber bereit, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung kontrolliert abzugeben?

Das Beispiel der Praxis Ober macht deutlich: Ein Physician Assistant ersetzt nicht einfach eine fehlende Ärztin oder einen fehlenden Arzt. Richtig eingesetzt verändert ein PA vielmehr die Organisation der Versorgung. Die Ärztinnen und Ärzte bleiben verantwortlich und jederzeit ansprechbar. Gleichzeitig entsteht ein Team, in dem qualifizierte Aufgaben nicht automatisch an eine Berufsbezeichnung gebunden sind, sondern anhand von Kompetenz, Erfahrung und klarer Delegation verteilt werden.

Oder wie es Marcus und Jona Kristin Ober zusammenfassen: Das Feld ist weit. Man muss seine eigene Praxis kennen, die passende Person finden und den Mut haben, es auszuprobieren.

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